Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26.4.1986 forderte zahlreiche Todesopfer und kontaminierte 23 Prozent des Staatsgebiets von
Weissrussland, wo insgesamt über 2 millionen Einwohner lebten. Die ökologischen, medizinischen und sozialen Folgen mit tausenden Krebserkrankungen, besonders bei Kindern, stellen das grösste Problem der Republik dar. Besonders betroffen sind die Gebiete von Gomel und Mogilow.
Grosse Teile des Landes sind Flachland, das von den Flüssen Dvina und Dnjepr, Pripjat und Neman bewässert wird. Dnjepr und Pripjat speisen noch heute den Unfallreaktor Tschernobyl. Der erdboden ist meistens sandig oder torfig. Über 13 Prozent der Landesfläche sind Sumpf- bzw. Moorlandschaft mit reichen Torfvorkommen. Ein Drittel des Landes ist von Mischwäldern bedeckt. Die weissrussische Hügelkette verläuft im Zentrum nach Südwesten, im Süden liegen die Pripjet-Sümpfe.
Die Hauptstadt Minsk liegt verkehrstechnisch zentral in der Mitte von Weissrussland. Die moderne Großstadt ist das Wirtschaftszentrum des Landes. Sehenswert ist die Heiliggeistkirche aus dem 17. Jahrhundert.